Was ist Ramadan?

Der Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Kalender. In ihm wurde der Koran herabgesandt und durch den Propheten Muhammad (saw) empfangen. Da dieser sich nach dem 28-tägigen Mondzyklus richtet, verschiebt sich der Monat Ramadan 10 oder 11 Tage pro Jahr nach vorne und durchschreitet allmählich alle Jahreszeiten.

Das Fasten im Monat Ramadan zählt zu den „fünf Säulen des Islams“ und ist damit eine der Hauptpflichten der Muslime. Während der Fastenzeit verzichten Muslime vom Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Die Fastenvorschrift gilt für jeden Erwachsenen und gesunden Gläubigen. Kinder werden langsam an das Fasten herangeführt, indem sie beispielsweise nur einige Stunden am Tag auf Nahrung verzichten.

Viele Muslime nutzen den Ramadan ganz bewusst als eine Auszeit für Körper und Seele, in der sie zur Ruhe kommen. Fasten bedeutet Konzentration auf das Wesentliche und Verzicht auf das Überflüssige – damit ist nicht nur ein bewussterer und dankbarer Umgang mit Lebensmitteln gemeint, sondern auch die Distanzierung von Luxus und Konsum. Das Fasten hat aber auch eine ”innere” Dimension. Die meisten Muslime sagen, dass sie durch das Fasten besser nachvollziehen können, wie es armen und hungernden Menschen geht.

Der Ramadan endet mit einem dreitägigen Fest. Das Fest des Fastenbrechens ist eines der höchsten Feste des Islams.